Billigstromangebote


 

Was steckt hinter billigem Strom?

 Billigstromanbieter logo
Wer kennt sie nicht? Die bekannten Werbespots, Handzettel oder auch Online Werbemittel, die dem Verbraucher die günstigste Energiequelle, mit außergewöhnlichem Kundenservice und einer Preisgarantie versprechen? Einige von ihnen geben sogar so etwas wie eine Tiefpreisgarantie. Doch was verbirgt sich hinter diesen Angeboten wirklich? Welche Verpflichtungen sind an diese Tarifmodelle geknüpft? Konkret, was hält der Billigstrom? Grundsätzlich gilt als aller erstes zu beachten, dass Verbraucherschützer schon ausgesprochen lange vor unseriösen Angeboten ausdrücklich warnen. In jedem Fall wird wie bei jedem Vertragsabschluss dazu geraten, sich das Kleingedruckte wirklich aufmerksam durchzulesen. Wie so oft stecken hinter einigen Tarifangeboten dieser Billigstromanbieter ungeplante Kosten. Diese können die nächste Rechnung schnell in ungeahnte Höhen treiben.
 
Wenn bei der Auswahl des richtigen Tarifs einige grundsätzliche Dinge beachtet werden, kann mit Billigstromanbietern aber grundsätzlich wirklich günstiger Strom bezogen werden. Dabei kann man Problemen mit eventuellen Kostenfallen ganz einfach aus dem Weg gehen.
 

Billiger Strom mit Bonus

 
In der Regel werden von den meisten Stromanbietern eher klassische Tarifmodelle angeboten. Bei diesen Tarifen zahlt der Verbraucher ganz normal seinen festen monatlichen Grundpreis und ergänzend einen Arbeitspreis pro verbrauchter Kilowattstunde. Außerdem gibt es bei vielen Tarifen die Möglichkeit von verschiedensten Bonusangeboten profitieren zu können.
 
Man sollte allerdings die ganze Sache auch nicht zu misstrauisch angehen. Zum Beispiel ist ein Neukunden- bzw. ein Sofortbonus nicht automatisch ein Anzeichen für einen unseriösen oder fragwürdigen Tarif. Es gibt auch Angebote die bei Vertragsabschluss ein Tablet oder ein anderes elektronisches Gerät an den Verbraucher aushändigen. Sollte der Neukundenbonus unnormal hoch oder die Zugabe unverhältnismäßig wertvoll sein, sollten Stromkunden eine gewisse Skepsis walten lassen. Im ersten Moment scheint ein sehr hoher Bonus natürlich ausgesprochen verlockend, allerdings gilt dieser in der Regel nur für das erste Vertragsjahr. Im zweiten Jahr wird die Rechnung dann ohne den Bonus aus dem ersten Jahr um einiges höher ausfallen. Die Ersparnis aus dem ersten Jahr wird sich somit eventuell nicht mehr rechnen und der Verbraucher zahlt am Ende drauf. Der Strom ist dann unterm Strich alles andere als billig. Grundsätzlich, ist eine kurze Vertragslaufzeit und eine rechtzeitige Kündigung vor Ablauf des ersten Belieferungsjahres empfehlenswert. So kann der Verbraucher Jahr für Jahr auf einen ordentlichen Bonus zugreifen und wird immer eine ausgesprochen günstige Energiequelle zur Verfügung haben.
 

Stromtarife ganz ohne Grundpreis

 
Eine weitere Möglichkeit zum Stromsparen, sind Anbieter die auf den monatlichen Grundpreis verzichten. Diese haben spezielle Tarife und rechnen am Ende ausschließlich nach den verbrauchten Kilowattstunden ab. Für Verbraucher die aus verschiedenen Gründen einen sehr niedrigen Verbrauch haben, kann dies eine lohnenswerte alternative sein. Der Grundpreis bleibt im Normalfall nämlich immer gleich, dabei ist es ganz egal ob sie viel oder wenig Energie verbraucht haben. Solche Tarife werden bevorzugt bei Stromanschlüssen in Schrebergärten, Singlehaushalten oder auch Garagen ausgewählt. Diese haben einen vergleichsweise deutlich geringeren Energiebedarf als ein großer Haushalt mit mehreren Familienmitgliedern.
 

Billigstromangebote mit Vorauszahlung

 
Wahrscheinlich hat jeder schon einmal von Billigstromanbietern gehört, die extrem günstige Tarife anbieten können, wenn der Verbraucher seinen Energieverbrauch ein komplettes Jahr im Voraus bezahlt. Allerdings ist bei dieser Art der Energieversorgung Vorsicht geboten. Es ist nicht erst einmal passiert, dass Verbraucher ihren Strom ein Jahr im Voraus bezahlt haben und der gewählte Billigstromanbieter während der Vertragszeit Insolvenz anmelden musste. In so einem Fall von höherer Gewalt, ist die im Vorfeld geleistete Zahlung verloren und kann in fast keinem Fall zurückerstattet werden. Die Energieversorgung wird dann ab einem bestimmten Datum an einen neuen Energielieferanten übertragen, im Zweifel an den Grundversorger, dieser wird dann ganz normal abrechnen und kann die voraus geleistete Zahlung natürlich nicht berücksichtigen.
 
Verbraucherschützer empfehlen aus den genannten Gründen immer Stromtarife mit einer monatlichen Zahlweise.
 

Pakete und Pakettarife

 
Auf den ersten und auch oft den zweiten Blick sind Pakettarife günstige alternativen. Diese Tarife sind meistens auch wirklich einfach günstig. Doch auch hier gibt es ein aber – das heißt auch bei Pakettarifen ist Vorsicht geboten. Diese können sich nämlich schnell als unerwartete Kostenfalle entpuppen.
 
Als aller erstes kauft der Verbraucher die Menge an Kilowattstunden, zu einem festen Preis, die er meint zu benötigen. Sollte der Energieverbrauch einmal schwanken, kann es schon hier zu entscheidenden Problemen kommen. Sollte der Verbraucher nämlich in diesem Jahr weniger Energie verbrauchen als geplant, muss er am Ende trotzdem die komplette geplante Menge bezahlen und wird keine Rückerstattung erhalten. Das ist ja sogar noch im Bereich des ertragbaren. Sollte der Verbraucher jedoch sogar mehr Energie benötigen, als er am Anfang zu Vertragsbeginn angegeben hat, so wird der Energieanbieter in der Regel nach einem Mehrverbrauchs-Arbeitspreis abrechnen. Und damit wird aus dem vermeintlichen Billigstromangebot ganz schnell eine ungeplante Kostenfalle. Denn dieser Mehrverbrauchs-Arbeitspreis ist in der Regel deutlich teurer als der normal angebotene Arbeitspreis.
 
Von daher eigenen sich solche Angebote ganz klar ausschließlich für Verbraucher die einen konstanten Energieverbrauch vorweisen können. Es gibt zu diesem Thema eine Faustformel welche besagt, dass der Verbrauch im Höchstfall etwa 10% um die Paketgrenze schwanken sollte, damit sich solch ein Pakettarif überhaupt lohnen kann.
 

Energie per Flatrate beziehen?

 
Haben Sie schon einmal etwas von einer „Strom Flatrate“ gehört? Einige Energieanbieter bieten diese Tarifmodelle seit kurzem an. Allerdings sind solche Tarife primär für Besitzer von Photovoltaikanlagen oder Stromspeichern gedacht. Meistens geht das Ganze dann über so eine Art Verbraucher-Community. Diese Community wird dann vom Anbieter verwaltet und beliebig viele Verbraucher können daran dann teilnehmen. Die Mitglieder dieser Community können sich dann jederzeit gegenseitig mit Strom „aushelfen“. Das geht ganz einfach da die jeweiligen Anlagen und Speichersysteme dann über den Anbieter miteinander vernetzt und gesteuert werden können. Jedes Mitglied so einer „Stromgemeinde“ zahlt dann einen festen Betrag an den Anbieter. Der Clou daran ist, dass jede weitere Kilowattstunde, die nicht selbst erzeugt wurde, hinterher auch nicht bezahlt werden muss. Solche Tarife befinden sich allerdings noch in den Kinderschuhen und sind aktuell noch mehr ein Test als gängige Praxis.
 

Tarife nach aktuellem Börsenpreis?

 
Energieanbieter versuchen immer neue Wege zu gehen um Verbraucher von ihren Tarifen zu überzeugen. Seit kurzem gibt es von einigen Anbietern sogar Preismodelle, welche sich am aktuellen Strombörsenpreis orientieren. Das heißt, dass der Arbeitspreis pro Kilowattstunde jeden Monat neu berechnet und vereinbart wird. Dieser Preis ist immer an den Börsenpreis angelehnt und hat trotzdem eine Obergrenze um übermäßige Preisschwankungen zu vermeiden. Sollte der Börsenpreis in einem Monat unterhalb der vereinbarten Grenze liegen, erhält der Kunde sogar eine Gutschrift. Sollte der Preis einmal über die vereinbarte Grenze schnellen, wird am Ende trotzdem nur bis zur ausgemachten Obergrenze berechnet. Allerdings ist dieses Tarifmodell auch noch eher Zukunftsmusik und aktuell in einer Testphase.
 

Tariferhöhungen im Folgejahr

 
Die unglaublichen Angebote von Billigstromanbietern müssen natürlich auch irgendwie finanziert werden. Stiftung Warentest hat hierzu herausgefunden, dass einige Billigstromanbieter sogar Verluste für Neukunden in Kauf nehmen. Diese entstehen durch extreme Angebote im ersten Vertragsjahr. Da kein Unternehmen gerne Verluste erwirtschaftet, versuchen diese Energieanbieter ihre Verluste natürlich schnell wieder zurückzubekommen. Dazu versuchen sie oftmals Kunden mit überdurchschnittlich hohen Anschlusslaufzeiten über das erste Vertragsjahr hinweg an sich zu binden und somit einen regelmäßigen Wechsel zu einem anderen Anbieter unmöglich zu machen.
 

Die empfohlenen Einstellungen für den Energiepreisvergleich

 
Auf der Suche nach einem passenden Energieanbieter gibt es doch einiges zu beachten. Allerdings stellt keiner der genannten Punkte eine unüberwindbare Hürde dar. Am besten man macht sich im Vorfeld ganz genau Gedanken über die eigenen Ansprüche und Prioritäten gegenüber dem zukünftigen Energieanbieter. In der Regel wird man aber mindestens in einem Punkt etwas zurückstecken müssen. Wenn Sie sich für einen Ökoanbieter entscheiden sollten, empfiehlt es sich im Vorfeld weitere Nachforschungen über den Anbieter anzustellen. Nur dann können Sie sicher sein, dass es sich bei dem Ökotarif auch wirklich um Energie aus erneuerbaren Energien handelt.
 
Wir haben nun einige Tarifmodelle behandelt, einige mit etwas höherem Risiko, andere mit kleinem beziehungsweise keinem Risiko. Wer einen schwankenden Energieverbrauch hat, oder diesen nicht genau einschätzen kann, sollte sich auf jeden Fall auf den ganz normalen Standardtarif mit Arbeitspreis und Grundpreis beschränken. Dort gibt es die größte Tarifauswahl und am Ende finden Sie auf jeden Fall ein günstiges Seriöses und kalkulierbares Angebot zu fairen Vertragsbedingungen. Dabei sollten Tarife mit Sofort- oder Neukundenbonus nicht abschrecken, da diese einen wirklich günstigen Effektivpreis hervorbringen können.
 
Um Tarife mit erhöhtem Risiko auszuschließen, hat der Energie24 Tarifrechner einige grundlegende Voreinstellungen ausgewählt. Wenn diese Voreinstellungen beibehalten werden, wird die Ergebnisliste ausschließlich Tarife mit folgenden wichtigen punkten enthalten:
 
– Keine Pakettarife
– Maximale Laufzeit von einem Jahr
– Monatliche Abschlagszahlungen
– Preisfixierung für mindestens ein Jahr
– Neukundenbonus von höchstens 15% des Gesamtbetrags
– Top Kundenbewertungen
 

Mit dem Tarifrechner von Energie24 steht dem Wechsel zum günstigen und seriösen Energieanbieter nichts mehr im Weg.
 

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